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Münster Food Guide für Insider – Unterwegs mit Leila

Heute bin ich unterwegs in Münster mit meiner guten Freundin Leila. Sie bloggt auf Münstermama, ist Kolumnistin und liebt Münster. Bei ihr dreht es sich häufig um die Westfalen Metropole bzw. das Münsterland und um das Familienessen welches auch ihren zwei Jungs (3+6) schmeckt. Gemeinsam sind wir einen ganzen Tag durch Münster geradelt und haben hier und da an kulinarischen Highlights ein Stop eingelegt. Unterwegs waren wir für das „foodie Magazin“, der kleinen Schwester des „Feinschmeckers“. Begleitet hat uns die Fotografin Anne Neier, die unsere Tour lustig mitmachte. Hach, das war ein richtig schöner Tag, Mädels!

Den ersten Teil gibt es heute bei uns.Den zweiten Teil gibt es bei Leila auf ihrem Blog Münstermama.

Los geht’s mit unserem Insider Food Guide Münster!

10:00 Uhr – Wir schmieren uns eine
Wusstet ihr, dass Münsteraner ihr Fahrrad Leeze nennen? Wir schwingen uns für unsere erste Station auf unsere Räder, radeln quer durch die Stadt zur Wolbecker Straße – dem neuen Szeneviertel der Stadt. Dort beginnen wir den Tag mit einem Frühstück in der Stullenschmiede Dreiklang.

Das „Dreiklang“ war 2014 einer von den „Neuen“ an der Wolbecker Straße. Mittlerweile sind viele sehr hippe und innovative Lokale nachgezogen und geben der Foodie-Szene in Münster ein neues mutiges Gesicht.

Hier bekommt man nicht einfach nur Butterbrote. Die Stullen sind einzigartig mit selbstkreierten Aufstrichen und leckerem Aufschnitt aus dem Münsterland belegt. Die Stullenschmiede hat zum Beispiel ihr eigenes Rezept für veganes Hack, aber auch die typische Westfalenstulle mit Schinken und Tomatenpesto schmeckt den Gästen immer wieder gut. Viele Gäste kommen aber auch erst abends zu den Konzerten oder dem beliebten Potter Pubquiz. Dann gibt es natürlich den einen oder anderen Drink mit ordentlich Umdrehungen. Wir starten lieber erstmal mit einem starken Kaffee und ein paar köstlichen Stullen.

Das ist ein guter Start in diesen Tag, denn wir werden noch einige Runden auf unseren Rädern drehen. Während wir uns in den großen Ohrensesseln entspannen, stellen wir fest, wie ungewöhnlich die Einrichtung für ein Café in Münster ist. Die Rahmen mit saftig grünem Moos an der Wand, die unterschiedlichen Sitzgruppen-Möbel und die dunklen Farben an den Wänden schaffen eine gemütliche Atmosphäre. Alles etwas retro, viel DIY. Das zieht natürlich das dazu passende Publikum aus der kreativen Szene an.

12:00 Uhr – Snacken vor Domkulisse
Frisch gestärkt geht’s hinein ins Herz der Stadt. Münsteraner trifft man immer mittwochs und samstags auf dem Domplatz. Hier trifft man sich zum Kaffee, Wocheneinkauf und Klönen. Der riesige Markt mit über 60 bunten Ständen und köstlichen Produkten aus der Region ist auch einer unserer regelmäßigen Treffpunkte.

Wir steuern zielbewusst einen unserer Lieblingsstände an, denn dort sind wir mit Dorothea Linnenbrink verabredet. Sie und ihr Mann Jallaledin Eshaghi (gebürtiger Iraner) gründeten 2005 mit einem kleinen Kredit ihren Trockenfrüchte und Nuss Handel Jalall D’or. Mittlerweile haben sie einen beliebten Onlineshop und der Stand hat in Münster Kultstatus. Jeder kennt ihn und freut sich über den Glücksklang den Jalaledin mit seiner selbstgebauten Glocke nach einer erfolgreichen Beratung als Zeichen der Verbundenheit den Kunden mitgibt.

Wir holen uns hier oft einen Snack für’s Büro, denn die Trockenfrüchte sind richtig lecker und zum größten Teil in Bio- und Rohkostqualität. Perfekt finden wir beide die Exoten-Mischung mit Ananas, Kokoschips, Mango und vielen anderen Leckereien. Nervennahrung pur!

Viele Münsteraner greifen aber auch gerne zum Westfalen-Futter. Leila holt sich wie immer noch eine Tüte Bio Berberitzen, denn so aromatisch wie hier sind sie nirgends sonst zu finden. Die schmecken richtig gut im Reis oder Couscous, aber die Kinder naschen die sauren roten Früchte auch gern einfach pur.

13:00 Uhr – Die neuen Pizza-Paten
Wir fahren weiter zu Münsters verkehrsreichstem Knotenpunkt. Ganz in der Nähe vom Ludgerikreisel, zu Beginn von Münsters angesagter Südstadt, findet man seit März 2018 die „481 Pizzamanufaktur“.

Hier haben drei junge Münsteraner die Gelegenheit genutzt und mit einem neuen Konzept das Angebot an Italienern innovativ erweitert. Mit 4 Vorspeisen, 8 Pizzen und einem Nachtisch ist die Karte gewollt klein. Die Pizza ist und bleibt hier die Hauptattraktion. Hauchdünn wird sie bei 450° für maximal 90 Sekunden im – eigens aus Neapel importierten – Steinofen gebacken. Das ist optisch schon deutlich anders als die Pizzen, die man nur wenige Schritte weiter bei den Franchise Ketten bekommt.

Unsere Wahl fällt auf die Americano mit Münsterländer Bacon, Provolone, Fior di Latte, Champignons und Zwiebeln. Als sie kommt sind wir erstmal überrascht, dass keine Tomatensoße zu finden ist. Doch beim ersten Biss bereits ist klar: Auf dieser Pizza wären Tomaten völlig fehl am Platz. Sie ist herrlich würzig und schmeckt genau richtig. Danach folgt der einzige Nachtisch auf der Karte und ein glückliches Grinsen überzieht unsere Gesichter: das Kaffee-Panacotta mit Maracuja-Spiegel ist sehr viel besser als erwartet. Das hat Suchtpotential! Und dass es wirklich Suchtpotenzial hat, zeigt, dass die Jungs schon ganz bald im Hansaviertel einen neuen Laden eröffnen. Da kann man sich schon mal drauf vorfreuen!

16:00 Uhr – Auf zur Tortenschlacht
Unser nächstes Date findet an der belebten Hammer Straße statt. Neben alteingesessenen Ladenlokalen und Schnellrestaurants entwickelt sich hier die grüne alternative Szene der Stadt. Ein Unverpackt Laden, grüne Mode und Design, Biomärkte und neue Labels reihen sich an Antiquitäten und Trödelhändler.

Mittendrin das „Café Issel“ mit Till Moritz Scheffler als neues junges Aushängeschild. Till macht gerade seinen Konditor Meister und übernimmt nach und nach die Geschäfte im Café, das schon seit den 20ern hier zu finden ist. Seine Köstlichkeiten erkennt jeder Münsteraner sofort. Bei den farbenfrohen Tartes wird an nichts gespart. Regional, saisonal und meist auch noch biologisch und fair gehandelt zeigt die Auswahl der Rohstoffe schon, welchen Qualitätstandard Till und sein Vater Ortwin Scheffler setzen. Hier ist alles selbstgemacht und mit viel Liebe zum Detail ausgewählt. Wir können uns gar nicht satt sehen an der üppigen Auswahl. Wir lieben die Arikosen-Tarte und die Cassis-Torte und besonders schön für den Kaffee-Tisch am Sonntag finden wir die Duo-Tartes für 2-4 Personen.

Was alles nach 16:00 Uhr passierte, findet ihr bei Leila. Dort haben wir kulinarische Stops beim „Herrn Hase“ eingelegt, haben Bier-Tasting in der „Finne Brauerei“ absolviert, delikat gespeist im „Hotel Mauritzhof und extravagante Cocktail im „Rotkehlchen“ versucht.

Also unbedingt rüberklicken und weitere Highlights Münsters entdecken!

CategoriesLiz & Friends
  1. Liebe Liz,
    Danke für diesen tollen Bericht. Ich bin regelmäßig in Münster und freue mich nun endlich mal ein paar tolle Tipps zum schlemmen an der Hand zu haben. Auf den Markt am Dom gehe ich total gerne, dort ist die Auswahl einfach gigantisch
    Liebe Grüße aus Bielefeld
    Julian

    1. Lisa Nieschlag says:

      Oh, das freut mich aber sehr! Genieß Münster weiterhin – vielleicht auch mit dem ein oder anderen Tipp von uns! Lieben Gruss, Liz

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