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1. Challenge: Törtchenschlacht mit Michael Nölke

Schon mal davon was gehört? Eine Mignon-Torte? Also ich nicht. Als meine Tochter hörte was ich backe, war sie ganz aufgeregt und fragte mich, wie ich denn die Augen hinbekommen würde und die Brille und die blaue Hose…. Äh, bitte was?

Erst dann verstand ich, dass sie dachte ich würde eine Minion-Torte backen! Minions sind kleine, gelbe Einzeller, die die Hauptrolle in mehreren 3D-Animationsfilmen spielen! Ich musste herzlich lachen und einem enttäuschten Mädchen erklären, dass ich keine gelb-blaue Torte machen werde.

Genauso aufgeregt wie meine Tochter über ihre imaginäre Minion-Torte war, war ich es auch. Aber aus anderen Gründen! Denn für mich ist diese Challenge eine ganz besondere. Das erste Mal auf neuem Terrain und auf neuer Platform. Die Idee für Liz&Friends war schon länger in meinem Kopf und nun ist die Idee aus meinem Kopf ins Netz gewandert und ich starte mit meiner ersten Challenge!

Für mich ist es eine große Ehre die erste Challenge mit Michael Nölke vom Foodblog Salzig Süß Lecker anzunehmen. Michael ist Food-Blogger und ,-Fotograf. Ich kenne ihn schon länger und schätze ihn sehr. Nicht nur, weil wir uns regelmäßig mit unseren Münsteraner Blogger-Freunden treffen und austauschen, sondern weil er ein echter Genußmensch ist, der es liebt zu kochen, fotografieren und in geselliger Runde alles zu verspeisen. Das ist mir sowieso schon sehr sympathisch!

Außerdem hütet Michael einen ganz besonderen Schatz auf den ich etwas neidisch bin: Ein handgeschriebene Kochbuch seines Ur-Großvaters Julius Rehbein! Er war Koch, Konditor und Gastronom. Michaels Großmutter und Mutter haben Julius Rezepte in einem Buch notiert und so ganz viele wertvolle Erinnerungen für die Nachwelt erhalten. Danke, lieber Michael, dass Du die Seiten des Kochbuches Deines Ur-Großvaters für diese Challenge gelüftet hast! Es ist mir eine große Ehre.

Nun aber zur Mignon-Torte. Da es sich hierbei bestimmt nicht um eine Animationsfiguren-Motiv-Torte handelt (soviel konnt ich mir zumindest denken), habe ich mich schlau gemacht und herausgefunden was eine Mignon-Torte ist:

Gibt man das französische Wort mignon bei Übersetzungsseiten ein, werden die Wörter „süß“, „reizend“, „herzig“, „schön“ generiert. Sucht man nach „Mignon-Torte“, wird erklärt, dass es sich um eine traditionelle Wiener Zitronen-Buttercreme-Torte handelt. Oh ha! Ich hatte also schon mal gehörigen Respekt vor der Sache und als ich mir andere Rezepte anschaute und beim Schwierigkeitsgrad „Für Geübte“ las, wusste ich ungefähr was auf mich zukommen würde!

Das gleiche Rezept, aber doch so anders!
Ich stelle mich aber der Challenge und das Ergebnis seht ihr hier. Wie schon bei den Challenges auf „Liz & Jewels“ haben Michael und ich uns weder über das Rezept ausgetauscht, noch über die Art, wie wir die fertige Torte fotografieren würde. Erst als wir beide fertig waren, tauschten wir die Fotos aus! Und wie unterschiedlich die Fotos und Sets sind! Michaels Set ist dunkel, kontrastreich und etwas mystisch, mein Set hell und sommerlich.

Ich finde diese Challenges einfach großartig! Es macht so Spaß zu wissen, dass auch ein anderer das gleiche Rezept backt. Dass wir vielleicht beide fluchen oder juchzen und wie spannend der Moment ist, wenn man das Foto des anderen sieht!

Das große Backen
Wir hatten also beide das gleiche Rezept vorliegen, wobei ich mich entschieden habe kleine Törtchen zu machen, während Michael den Ur-Großvater-Klassiker in groß machte. Bei mir klappte alles wunderbar, die Mürbeteig-Kreise waren gelungen und ich war guter Hoffnung für die Creme. Doch als ich die Creme auf die Mürbeteig-Kreise streichen wollte, war sie garnicht so fest, wie erhofft. Dabei hatte ich mich, anders als sonst manchmal, ganz genau an Ur-Großvater Rehbeins Rezept gehalten. Naja… vielleicht war die Zitronen-Maße doch nicht kühlschrank-kalt, als ich die geschlagene Sahne unterhob….?

Ungeduld lässt grüßen. Vielleicht doch eher Minion-Törtchen?
Ich schimpfte ein bisschen mit mir selbst, über meine Ungeduld nicht lang genug gewartet zu haben. Aber es klappte und ich machte daraus kleine ‚Naked-Cake-Stapel‘. Da ich noch ziemlich viel Creme über hatte, entschied ich mich statt des Gusses die Creme auch on top zu verteilen und schob das ganze zur Nachtruhe in den Kühlschrank. Durchziehen sollte es ja, laut Rezept. Also wieder warten. Nicht ganz meine Top-Eigenschaft, das Warten. Aber wenn der Michael das in seinem Rezept schreibt, dann also warten.

Michael Nölke bloggt auf „Salzig Süß Lecker“
Foto: Sylwia Marschalkowski

Lieber Michael, ich freue mich riesig, dass Du Dir für meine erste Challenge auf „Liz&Friends“ ein Rezept Deine Ur-Großvaters ausgesucht hast. Wie war es für Dich die „Mignon-Torte“ nachzubacken? 

Zuerst einmal, liebe Lisa, ist es für mich eine Ehre bei deiner ersten Challenge auf deinem neuen Blog dabei zu sein, für den ich dir ganz ganz viel Erfolg und viele Leser wünsche. Es ist immer etwas Besonderes für mich wenn ich aus dem alten Koch- und Backbüchern meines Urgroßvaters ein Rezept ausprobiere. Diese Mignon-Torte hat es bei uns zu Hause immer zu ganz besonderen Anlässen gegeben und deswegen passt sie, meiner Meinung nach, auch so gut zu deiner ersten Challenge.  Ich mag solche Herausforderungen etwas Neues auszuprobieren, oder etwas nach einem alten Rezept zu backen. In meinem Kopf habe ich dann meistens schon eine Vorstellung wie ich denn die Torte auf den Fotos gerne präsentieren möchte. Mir hat es sehr viel Spaß gemacht und ich habe die Mignon-Torte anschließend mit Genuss verzehrt.

Gutes Essen verbindet
Ich bin so froh, dass ich Dich gewinnen konnte für meine erste Challenge, lieber Michael! Wir haben zwei komplett unterschiedliche Kuchen gezaubert, geschmacklich waren meine Törtchen vorzüglich und ich habe von Dir gehört, dass auch Deine Mignon-Torte hevorragend war. Ich habe aber nicht nur Dir zu danken, dass Du dabei warst, sondern auch Ur-Großvater Rehbein, für dieses wunderbare Rezept!

Happy Child
Und meine Tochter war mit mir versöhnt – sie verputzte ein Törtchen fast allein und leckte sich danach die Finger. „Mami,“ sagte sie, „Wir brauchen keine Minion-Torte. Diese kleinen Zitronen-Stapel kannst Du jederzeit wieder machen!“

Mignon-Torte (nach Julius Rehbein)
(aus dem Teig habe ich 24 Mürbeteig-Kreise gebacken = 6 Törtchen)

Teig:
250 g Mehl (Typ 405)
125 g Butter
65 g Zucker
1 Pack. Vanillezucker
1 Ei
1 TL Backpulver
eine Prise Salz

Creme:
125 g Zucker
1 Packung Vanillezucker
abgeriebene Schale von 1 BIO-Zitrone
30 g Stärke (z.B. Gustin)
Saft von 1 – 2 Zitronen
125 g Butter, gewürfelt
200 g Saure Sahne
200 g Sahne

Guss: (den hab ich weggelassen und stattdessen die Creme auch oben verstrichen)
200 g Puderzucker
2 EL Zitronensaft
2 EL Wasser

Zubereitung
Teig: Backofen auf 190 Grad Umluft vorheizen. Backbleche mit Backpapier auslegen.: Aus den Zutaten einen Mürbeteig herstellen. Dünn ausrollen und mit dem Tortenring entsprechend viele Kreise ausstanzen. Teigkreise auf die Backbleche geben, mehrmals mit einer Gabel einstechen und ca. 10-15 Minuten goldbraun backen. Auskühlen lassen.

Creme: Für die Füllung die beiden Zucker, Zitronenabrieb und Stärke in einen Kochtopf geben. Mit Zitronensaft verrühren. Unter ständigem Rühren zum Kochen bringen und dabei die Butter nach und nach unterrühren. Die Creme auskühlen lassen (am besten im Kühlschrank) und ab und zu dabei umrühren. Die saure Sahne cremig rühren und unter die ausgekühlte Creme rühren. Sahne steif schlagen und ebenfalls unter die Creme heben. Die Creme auf die einzelnen Böden verteilen und die Torte so Schicht für Schicht zusammensetzen. Die abschließende Teigplatte nur noch ganz dünn mit der Creme bestreichen.

Guss: Den Guss herstellen und auf der Torte verteilen. Torte nach Belieben garnieren

CategoriesChallenges
  1. Diese Challenge klingt wirklich unglaublich aufregend. So ein traditionelles Rezept macht das Ganze dann natürlich noch sehr viel abenteuerlicher. Mir gefallen beide Bilder ausgesprochen gut!
    Liebe Grüße
    Julian

    1. Lisa Nieschlag says:

      Lieber Julian, ja, ich finde auch, dass beide Bilder total anders, aber auch total ansprechend sind. Danke für Dein Feedback, Lieben Gruss, Liz

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