Hinter meinem Haus biegen sich die Holundersträucher gerade mit wunderbar-duftenden Blütendolden. Schon das ganze Jahr freu ich mich auf diesen Duft und die Zeit, in der ich endlich etwas mit den Holunderblüten machen kann.

Dieses Jahr hab ich erstmal den Holunder eine Erdbeer-Marmelade mit Minze küssen lassen. Die Minze wächst in meinem Gewächshaus. Die Erdbeeren sind vom Erdbeer-Bauern ein paar Kilometer entfernt. Der Holunder vom hinterm-Haus. Super-regional alles und deswegen umso besser.

Erst der Holunderblütensirup

Bevor es aber um die Marmelade geht, muss erst der Sirup hergestellt werden.
Hier das Rezept:
1 kg Zucker mit 25 g Zitronensäure und 1 l Wasser aufköcheln lassen, bis sich der Zucker löst. Etwa 15 blühende Holunderdolden in einer Schüsseln mit kaltem Wasser säubern. Die kräftigen grünen Stängel abschneiden. Die sauberen Dolden und die Scheiben von 2 Bio-Zitronen mit dem Zuckersaft begießen. Anschließend 2-3 Tage an einem kühlen Ort ziehen lassen. Anschließend den fast fertigen Sirup durch ein Sieb oder durch ein Mulltuch abgießen und 5 Minuten sprudelnd aufkochen. Den noch heißen Sirup in saubere Flaschen füllen und verschließen. Dunkel und kühl lagern, dann hält sich der Sirup bis zu 12 Monate.

Dann die Marmelade

Das Rezept hab ich in der neuen „Mit Liebe“ entdeckt:

Erdbeer-Hugo-Marmelade
1 kg geputzte Erdbeeren
500 g Gelierzucker (1:2)
3 EL Holunderblütensirup
Minze nach Belieben (zB. 2 EL klein gehackt)

Die Früchte waschen, putzen und genau abwiegen. Früchte mit dem Zucker mischen, in einen großen Topf geben und aufkochen lassen. Etwa 5 Minuten kochen, dabei öfter umrühren und den Schaum abschöpfen. Nach dem Kochen den Holunderblütensirup hinzufügen. Erdbeeren pürieren und nach der Gelierprobe sofort in vorbereitete Gläser umfüllen.

Der hübsche Teller ist übrigens von „sweetpottery“ und in den hab ich mich sofort schockverliebt!

Wie die Geschichte mit der Marmelade uns durch die Krise half

Während der Corona-Krise hatte meine Tochter eine Idee, wie unsere Familie, trotz ‚Social Distancing‘ miteinander Kontakt haben könnte. Sie hatte die Idee einer Fortsetzungs-Kurzgeschichte!

Die Kurzgeschichte entstand während der Corona-Krise im März 2020. Als ‚stayingathome‘ das Wichtigste war, Kinder nicht in die Schule durften, jegliche Kontakte außerhalb der Familie verboten waren, Skype zur täglichen Arbeit gehörte, Geschäfte geschlossen, Klopapier ausverkauft und die Regale auch sonst ziemlich leer waren. 

Um dennoch mit den Großeltern und Eltern in Kontakt zu bleiben, starteten wir dieses Projekt, an dem drei Generationen schrieben. Meine Tochter legte mit ihrer Idee den Grundstein für die Geschichte. Nicht nur übte sie sich im Schreiben, nein, sie tippte auch alles selbst am Rechner, lernte somit mit ‚Word‘ umzugehen, korrigierte, lernte zu speichern und das Dokument per Email zu versenden. So schickten wir es reihum und die Geschichte entstand. Drei Generationen waren verbunden, trotz Social Distancing. 

Wer Lust hat die Fortsetzungsgeschichte zu lesen, kann auf das Bild unten klicken und sich das PDF herunterladen:

Eine Fortsetzungsgeschichte, die während der Corona-Krise entstand.
Aufruhr in der Marmeladefabrik – Eine Kurzgeschichte

CategoriesRezepte
  1. Regine Weiß says:

    Das ist ja eine tolle Idee! Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Hoffentlich gibt es bald noch eine neue Geschichte von diesem tollen Team!
    Ganz liebe Grüße
    Regine Weiß

    1. Lisa Nieschlag says:

      Liebe Regine Weiß, herzlichen Dank für das Kompliment! Wir arbeiten schon an der nächsten Geschichte! Beste Grüße, Liz

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