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Schneckenkuchen-Challenge mit „Die Jungs Kochen und Backen“

Die Ärmel hochkrempeln und einfach machen. Das haben die beiden Jungs, Sascha und Torsten aus Köln wortwörtlich genommen und sich einen Traum erfüllt. Sie haben nicht nur den richtig guten Foodblog „Die Jungs Kochen und Backen“, sondern seit letztem Jahr auch ein Foodstudio, in dem sie kochen, stylen und fotografieren. Eingeladen hab ich die beiden zu einer meiner kulinarischen Challenges, aber das Rezept schlugen sie vor: Es wurde ein Schneckenkuchen mit Schokoladen-Mandel-Füllung nach Großmutters Art.

Ich machte mich also ans Werk, buck, füllte, rollte aus, stylte mein Set und fotografierte. Als ich fast fertig war und kurz nicht hinschaute, brach meine Tochter (ganz nach Art von Cinnamon Rolls) die Rollen aus dem Kuchen heraus. Dabei hätt ich ihn so gern noch angeschnitten, wie die Jungs das gemacht haben. Aber egal. Geschmeckt hat der Kuchen auch in dieser Form. 

Vorher hab ich Sascha und Torsten noch ein bisschen interviewt und mich sehr über die Challenge gefreut. Wenn ihr wissen wollt, wie die beiden Jungs den Kuchen gefüllt haben, klickt euch rüber auf ihren Blog! Und schaut mal, wie schön die beiden Kuchen nebeneinander stehen. Dunkel vs. Hell. Ein Schneckenkuchen-Traum!

Liz: Sascha, wir haben uns vor einigen Jahren in Köln bei einem Food Photography Workshop kennengelernt, den ich hosten durfte. Ich erinner mich gut daran und freu mich umso mehr, dass wir uns hier nun virtuell wiedersehen und gemeinsam backen! Was ist seitdem bei den „diejungskochenundbacken“ alles passiert? Wenn man auf eure Website schaut, seid ihr ja ziemlich umtriebig, was den Bereich „Food“ betrifft. 

Sascha: Oh ja, an den Workshop erinnere ich mich auch immer wieder mal zurück. Du hast so spannenden Impulse ausgelöst und ich liebe diesen Push alles Gelernte anzuwenden. Seit dem hat sich bei uns so einiges getan – das Offensichtliche, wie ein überarbeitetes Logo und einen neuen schickeren Blog, aber noch viel mehr hinter den Kulissen. Ich hab meinen Job aufgegeben und lebe tatsächlich von meiner Arbeit als Content Creator wobei ich mehr und mehr meine Nase auch in den Bereich Videografie stecke, der mich total fasziniert und begeistert. Was geblieben ist, ist die gemeinsame Leidenschaft für Genuss und da probieren wir einfach alles gerne aus, legen uns ungerne fest und challengen uns einfach immer gerne.

Liz: Euer Blog „diejungskochenundbacken“ ist bunt, familiär, voll guter Laune und es macht richtig Spaß sich dort die Zeit zu vertreiben. Was macht Euch gerade am meisten Spaß?

Sascha: Gute Frage, so manches geht momentan ja nicht. Aber es macht uns momentan einfach unglaublich viel Spaß mit den Kapazitäten eines eigenen Studios. Seit ein paar Monaten haben wir unsere Arbeit im „Oma Lore – Das Foodstudio“ konzentriert. Die Entwicklung dieses neuen Meilensteins macht uns einfach riesige Freude! Auf einmal kann man neuen Ideen umsetzen und hat auch selbst ganz anderen Input und das fördert und fordert das eigene Können einfach enorm.

Liz: Ihr seid ja nicht nur Blogger, Content Creator, Köche und Fotografen – Kochbuch-Autoren seid ihr auch noch! Richtig cool find ich die Idee des Kochbuch-Sets „Kiss & Cook – die ‚Gay Guy‘ Edition“. Was hat es damit auf sich? Was ist daran anders, als an anderen Kochbüchern?

Sascha: Das Schreiben diese Kochbuch-Sets war in so vielen Punkten eine Herzensangelegenheit! Wir durften uns hier kulinarisch so unglaublich frei austoben und haben ganz ganz viel von unseren Leidenschaften zum Thema Food reingebracht. Es geht genauso Bunt zu wie auf dem Blog – es wird gekocht, gebacken, Drinks gemixt, Menüs zubereitet und auch Shared-Tables mit Freunden bestückt. Daher ist dieses Kochbuch definitiv persönlicher als wahrscheinlich mach andere. Punkt Zwei ist natürlich, dass wir uns hier ganz natürlich und ohne Tamtam als schwules Paar präsentieren durften; ein wenig das klassische Rollenbild brechen konnten. 

„Kiss & Cook“ richtet sich nämlich konkret an alle Paare oder Paarungen, die gerne zusammen kochen. Das heißt niemand muss sich um ein Buch streiten, oder letztlich kocht/backt einer und der andere macht nix oder hilft nur. In unserem Kochbuch werden alle Rezepte auf 2 Bücher aufgeteilt und am Ende kreiert man gemeinsam etwas Leckeres! Wer also gerne zu zweit in der Küche steht – oder wer vielleicht auch bewusst lieber mehr gemeinsam in der Küche werkeln möchte – für den ist das Buchset einfach perfekt. 

Liz: Danke, lieber Sascha und Torsten, für diese schöne kulinarische Herausforderung!!!

Schneckenkuchen mit Schokoladen-Mandel-Füllung

Zutaten:
Für 1 runde Backform

Teig:
250 ml Milch
1 Würfel Hefe
80 g Zucker
500 g Mehl
1 Ei
80 g weiche Butter

Für die Füllung:
250 g gemahlene Mandeln
50 g gehackte Mandeln
1,5 EL Kakaopulver
90 g Zucker
60 g Creme Fraiche
140 ml Süße Sahne

Für den Teig die Milch leicht erwärmen und in eine Schüssel geben. Die Hefe hineinbröckeln und mit 1 TL Zucker verrühren. Die Mischung zugedeckt etwa 10 Min. an einem warmen Ort gehen lassen.

Das Mehl über die Hefemischung sieben. Den restlichen Zucker, das Ei und die Butter kräftig mit den Knethaken des Handrührgeräts, bis sich der Teig von der Schüssel löst. Den Hefeteig mit einem Tuch abdecken und an einem warmen Ort 1 Std. gehen lassen. Das Volumen sollte sich verdoppeln.

Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem Rechteck ausrollen. Für die Füllung alle Zutaten in einer Schüssel zusammen fügen und die Teigplatte damit bestreichen.

Von der langen Seite her die Teigplatte zu einer Rolle aufrollen und gleich große Stücke abschneiden. Eine Kuchenform mit Butter ausstreichen, die Rollen darauf gleichmäßig verteilen und weitere 20 Min. gehen lassen. Den Backofen auf 180° vorheizen. Den Kuchen im Ofen 30-35 Minuten backen.

PS: Und wenn ihr jetzt voll im Schnecken-Fieber seid, schaut auch mal bei meinen New Yorker Cashew Caramell Rolls vorbei!

Lecker




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